Trockenstress bei Kulturpflanzen

Im Jahr 2018 war der Sommer in der Bundesrepublik ungewöhnlich trocken und heiß. Der Wassermangel hat vielen Kulturpflanzen enorm geschadet. Ernten fielen regional zwar unterschiedlich aber tendenziell schlecht aus. Ohne Regen fehlt den Pflanzen der Wassernachschub und über die Spaltöffnungen in ihren Blättern verlieren sie zusätzlich gespeichertes Wasser. Das Thema Trockenstress wird in Zukunft häufiger zum Problem werden. Für Landwirte stellt sich daher die Frage: „Was kann meine Pflanzen gegenüber diesem Stress robuster machen“?

Den Wasserhaushalt der Pflanzen besser verstehen

Diese Frage stellte sich auch ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung des Centre for Organismal Studies (COS) der Universität Heidelberg. Ein Aspekt der Forschungen war die Notwendigkeit, robustere Sorten zu züchten. Um dies zu erreichen, musste im Vorfeld der komplexe Prozess des Wasserhaushaltes der Pflanzen mit allen Stellschrauben besser verstanden werden. Das Team beschäftigte sich in diesem Zusammenhang mit der Porenöffnung, die jedes Blatt zur Aufnahme von CO2 besitzt. Nachteil dieser Poren ist der Verlust von Wasser durch Verdunstung bei gleichzeitig hoher Photosyntheseaktivität. Bei günstigen Wetterbedingungen und genügend Wassernachschub ist dies kein Problem. Doch bei zunehmender Trockenheit bedeutet dies enormen Stress für die Kulturpflanzen. Inwieweit die Pore – auch Stomata genannt – geöffnet sind, reguliert das pflanzeneigene Trockenstresshormon Abscisinsäure (ABA). Doch wie reguliert die Pflanze die Bildung des Hormons? Genau hier setzten die Wissenschaftler an.

Sulfat schließt indirekt die Blattporen

Das Forscherteam entdeckte bereits im Jahr 2017, dass sich bei beginnender Dürre in den Wasserleitungsbahnen der Pflanzen vermehrt Sulfat ansammelt. In ihrer weiteren Forschungsarbeit konnten die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen der Bildung von ABA und des Sulfats herstellen. „Wir waren selbst überrascht, wie effizient Sulfat die Synthese von ABA anstößt und damit den Verschluss der Poren reguliert“ berichtet Prof. Dr. Rüdiger Hell vom COS. Dieses neue Verständnis soll nun dabei helfen die Trockentoleranz von Kulturpflanzen zu verbessern.

DOMOGRAN® 45 unterstützt den Prozess der ABA Bildung

Sulfat ist somit bewiesenermaßen ein wichtiger Bestandteil in dem komplexen Wirkungsgefüge von geöffneten oder geschlossenen Stomata. Da DOMOGRAN® 45 Sulfat in pflanzenverfügbarer Form und nicht als elementaren Schwefel zur Verfügung stellt, hilft der Dünger, Ihre Pflanzen besser gegen die Folgen der Trockenheit zu wappnen.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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